Tagebuch

Deckung

Am 22.7.2019 wurde Akila von Avalon-Alvarao de Tierraluna gedeckt.

22. Juli 2019


Avalon

Avalon- Àlvarao de Tierraluna, geb. am 15.09.2011




Ultraschall

Nach „geduldigem“ Warten wissen wir nun endlich, dass Akila tatsächlich trächtig ist! Wir haben mehrere Fruchthüllen entdeckt und freuen uns schon riesig auf Ende September!

19. August 2019


5. Trächtigkeitswoche

29-35 Tag:

Die Ausbildung der Organe ist abgeschlossen. Die Föten sehen nun aus wie Hunde. Kopf und Rumpf sind unterscheidbar. Die Fellfarbe beginnt sich zu entwickeln, man könnte sogar schon das Geschlecht bestimmen. Der Herzschlag der Föten ist per Stethoskop hörbar.

Akila benimmt sich wie im Buche – sie ist extrem kuschelbedürftig und viel „fauler“ als sonst. Sie freut sich nach wie vor, wenn wir das Haus verlassen, um spazieren zu gehen, allerdings bleibt sie recht bald stehen um mir zu deuten, es reicht. Sonst ist sie immer begeistert unterwegs und schnuppert überall, jetzt geht alles recht langsam und gemütlich. Aber es ist leicht, sie zum Weitergehen zu animieren, und die Bewegung tut ihr auch gut, sie muss ja in Form bleiben! Zu Hause schläft sie (noch) mehr als sonst, aber immer in unserer Nähe – sie will ja nichts verpassen!

23. August 2019


6. Trächtigkeitswoche

36.42. Tag:

Die Augenlider sind jetzt ausgebildet und die Finger/Zehen sind vollständig getrennt und gespreizt. Barthaare und Krallen beginnen sich zu entwickeln, ebenso die Form der Handplatte und die Anlage der Augenbrauen.

Wenn sie nicht gerade den Bauch auf dem kühlen Fliesenboden im Keller oder Vorzimmer abkühlt, lässt sich Akila sehr gerne am Bauch streicheln. Noch ist von einer Rundung nicht viel zu sehen, aber die Zitzen sind dunkel und heben sich ab. Die Begeisterung beim Spazierengehen hält sich in Grenzen, aber sie trottet halt mit – allerdings gehen wir bei diesen Temperaturen nur zeitig in der Früh und am Abend.

29. August 2019


7. Trächtigkeitswoche

43.-49 Tag:

Die Knochen der Welpen im Mutterleib verstärken sich. Die Welpen können nun leicht unter der Bauchdecke ertastet werden, und die Haare am Bauch der Hündin fallen aus.

Akila ist sichtbar runder, aber noch ist sie recht agil, und seit es nicht mehr so heiß ist, geht sie auch mit merkbar mehr Begeisterung spazieren.

4. September 2019


Heute wurde die Wurfkiste, die Christians toller Tischler gemacht hat, aufgestellt. Akila hat sie auch gleich begutachtet und sich ohne mein Zutun hineingelegt.


8. Trächtigkeitswoche

50.-56. Tag:

Akila wächst und gedeiht, und sie hat viel Appetit. Der Bauchumfang ist deutlich gewachsen, aber wirklich „kugelig“ ist sie noch nicht – die meisten glauben, sie hätte nur etwas zugenommen. Das hat sie im Prinzip ja auch.

Von der Züchterin, deren C-Wurf die Halbgeschwister von Akilas Welpen sind, haben wir dankenswerter Weise eine große Menge Welpenausstattung und –spielsachen übernehmen dürfen. Akila hat alles beschnuppert, begutachtet und für gut befunden.

11. September 2019



9. Trächtigkeitswoche

57. – 63. Tag

Etwa einen Tag vor der Geburt werden die Hüftknochen der Hündin erkennbar, weil sich die Welpen absetzen. Dabei geben die Bänder der Gebärmutter nach, die Welpen werden auf die Geburt vorbereitet und in Position gebracht. Ab dem 58. Tag sind sie fertig entwickelt und lebensfähig, ab jetzt nehmen sie nur noch an Gewicht  und Größe zu. Die meisten Hündinnen werfen zwischen dem 58. und 63. Tag.

Jetzt spüren und zum Teil auch sehen wir die Welpenbewegungen deutlich. Der Bauch ist zwar dick, aber Akila ist nach wie vor recht agil. Wenn wir mit anderen Hunden spazieren gehen, trabt sie (relativ) leichtfüßig vor sich hin, wenn ich aber mit ihr alleine gehe, fällt ihr schon manchmal ein, dass sie ja schwer zu schleppen hat. Dann bleibt sie stehen und macht mit all ihr zur Verfügung stehenden Mitteln deutlich, dass sie der Meinung ist, weit genug gegangen zu sein. Sie, die sonst täglich 8 bis 10 km geht, hat verständlicherweise unser „Geh-Pensum“ kräftig reduziert, aber etwas Bewegung muss schon sein, damit sie für die Geburt auch fit bleibt.

18. Sept. 2019

60. Trächtigkeitstag

Spaziergang mit „Kindsvater“ Avalon

19. Sept. 2019

62. Trächtigkeitstag

In allen Lehrbüchern steht, dass es bei einem Temperaturabfall von 1-2 Grad noch ca. 6-48 Stunden bis zur Geburt sind. Als gestern Abend Akilas Temperatur  um einen dreiviertel Grad gesunken war (von dreiviertel Graden steht nichts in den Büchern!), beschloss ich, die Nacht bei ihr zu verbringen. Man weiß ja nie. So schlief ich unruhig auf dem Sofa, während die werdende Mutter seelenruhig im Vorzimmer bei der Ausgangstüre schnarchte, sich dann zur Terassentüre legte, um dort weiter zu schnarchen, und irgendwann ließ sie sich auf dem Wohnzimmerteppich nieder und verschlief meine Unruhe komplett. Von einer beginnenden Geburt keine Spur. In der Früh leistete sie mir beim morgendlichen Spaziergang freundlicherweise Gesellschaft. Also warten wir einfach weiter….

21. Sept. 2019

Hiermit wird feierlich das WURFTAGEBUCH eröffnet!

Der A-Wurf vom Elmahügel ist da!

Gestern Abend (22.9.) und heute Nacht (23.9.) wurden Akilas Welpen geboren, 2 Rüden und 2 Weibchen. Wir waren grenzenlos beeindruckt von Akilas instinktsicherem Verhalten – auch beim ersten Welpen hat sie keine Sekunde überlegt, sondern sofort die Eihülle aufgerissen, den Welpen abgeschleckt und die Nabelschnur durchgebissen. Als wir es gewagt haben, den ersten Welpen aus der Wurfkiste zu nehmen, um ihn abzuwiegen, hat sie genau beobachtet, was wir da machen, das war ihr sichtlich nicht geheuer.

Es geht Mutter und Kindern gut, und sie genießen das Leben zu 5 in der Wurfkiste. Akila ist eine fürsorgliche Mama, die heute nur mit gutem Zureden bereit war, das Lager für eine ganz kurze Zeit zu verlassen, um auszutreten.

23. Sept. 2019

Tag 2, 24.9.

Akila ist eine liebevolle und aufmerksame Mama, die ihre Kinder putzt und säugt und säugt und putzt. Und wie die meisten Welpen in diesem Alter, sind die 4 tiefenentspannt, robben ab und zu herum, krabbeln über und unter einander und machen die süßesten Quietschgeräusche. Akila hat wieder Appetit, aber keine Zeit, die Wurfkiste zu verlassen, also servieren wir das Essen sozusagen im Bett. Bed and Breakfast, eben.

Geschwisterliebe

Tag 3, 25.9.

Viel zu Berichten gibt es nicht – wir beobachten die Kleinen, die herumrobben, über einander krabbeln, an Akilas Zitzen hängen und wie kleine Meerschweinchen quieken, und freuen uns, dass sie so kräftig wachsen und zunehmen! Akila beobachtet uns argwönisch, wenn wir sie abends abwiegen, und putzt sie inbrünstig, wenn wir sie zurücklegen. Ansonsten wird einfach viel geschlafen. „Hundeseits“, wohlgemerkt. Ich, die die Nächte neben der Wurfkiste verbringe, schlafe weniger. So klein, noch taub – und so laute Stimmen!

Tag 4, 26.9.

Die Welpen wachsen und gedeihen und nehmen ständig zu. Zurzeit schauen sie irgendwie aus wie eine Kreuzung aus Maulwurf und Mini-Nilpferd. Kein Wunder: entweder schlafen sie, oder sie hängen an der Milchbar. Heute hat Akila offensichtlich kurz eine Auszeit gebraucht – sie verließ auf eigene Initiative die Wurfkiste und legte sich quasi zum Auskühlen für 3-4 Minuten auf dem Wohnzimmerboden. Die Welpen haben ihre Abwesenheit nicht einmal registriert. Aber beim ersten Quaken aus der Kiste sprang sie wieder hinein – nicht, dass die Kleinen aufwachen, und die Mama ist nicht da!

Tag 5. 27.9.

Ein Leben, das aus viel Trinken und wenig Bewegung besteht, hat schwerwiegende Folgen – mittlerweile wiegen die Welpen zwischen 500 und 620 Gramm! Dafür schaut Akila aus, als wäre sie nie trächtig gewesen. Auf Akilas Lieblingsseite in dem sehr hilfreichen Buch „Handbuch der Hundezucht“ von Inge Hansen steht –zu Akilas grenzenloser Freude – „die Hündin darf in der Säugezeit so viel Fressen, wie sie will“. Daran halten wir uns, und das ist bei diesen kleinen Vampiren auch notwendig!

Tag 6, 28.9.

Es geschieht wenig Neues in der Wurfkiste. Täglich dieselben Berichte zu lesen, wird zwar irgendwie fad, allerdings passiert immer nur dasselbe; fressen, schlafen und putzen. Wenn Akila gefrühstückt hat, setze ich mich immer zu ihr und den Welpen in die Kiste, um ausgiebig jeder Welpe zu begrüßen. Heute habe ich auch kontrolliert, dass alle Bauchnabel in Ordnung und die Nabelschnurreste abgefallen sind.

Tag 7, 29.9.

Akila weitet ihren Aktionsradius aus und hat ihren alten Posten als Hausmeisterin der Flurstraße wieder aufgenommen, zumindest für jeweils ein paar Minuten. Dann muss sie wieder ins Haus und kontrollieren, dass niemand in der Zwischenzeit die Welpen entführt hat oder dass die Kleinen nicht verhungern. Laut Akila geht so etwas schneller als man glaubt!  Wenn die Mama nicht da ist, schlafen die Welpen, aber kaum nähert sie sich die Wurfkiste, wachen sie auf, und dann fällt es ihnen ein, dass sie schon seit Ewigkeiten, d.h. mindestens 15 Minuten, nichts gegessen haben.

Tag 8, 30.9.

Heute fand die Wurferstbesichtigung durch Zuchtwartin Brigitte Müllner statt. Dabei wird jeder Welpe genau angesehen und abgewogen (was wir ja ohnehin jeden Abend machen, aber jetzt ist es auch offiziell, alle haben ihr Geburtsgewicht schon vor ein paar Tagen verdoppelt), und es wird der Zustand der Mutterhündin und die Aufzuchtbedingungen kontrolliert – alles einwandfrei. Akila blieb entspannt in der Wurfkiste liegen, beobachtete aber genau, was mir ihren Babys geschah. Danach machte die kleine Familie wieder ein Nickerchen.

Eine kleine Info für die zukünftigen Besitzer: Die tatsächliche Färbung der Welpen kommt auf die Fotos nicht wirklich heraus!

2 Brüder

Eine kleine Info für die zukünftigen Besitzer: Die tatsächliche Färbung der Welpen kommt auf die Fotos nicht wirklich heraus!

2 Schwestern

2 Schwestern

Tag 9, 1.10.

Manchmal ist sogar die gelassene und instinktsichere Mama etwas überfordert, wenn alle ihre Kinder fiepsen und quieken. Es ist unglaublich, wie viel „Lärm“ nur vier kleine Welpen produzieren können, und bei meinen Versuchen, ihnen zu erklären, dass der Feind, falls es hier so einen gäbe, sie sofort entdecken würde, wenn sie so „singen“, stoße ich wortwörtlich auf taube Ohren. Der eine fiepst, weil er auf Akilas Rücken keine Zitzen vorfindet, der andere schreit schmatzend mit vollem Mund beim Trinken, der dritte, weil er sich die Zeit vertreiben möchte und der vierte wahrscheinlich einfach aus Solidarität, auch wenn er die anderen nicht hören kann. So muss ich mir auf jeden Fall keine Sorgen um ihre Lungenfunktion machen!

Tag 10, 2.10.

Zurzeit machen wir Alten uns keine Illusionen, dass unsere Kinder unseretwegen hier vorbeischauen – sie kommen alleine wegen der Welpen! Akila flippt vor Freude aus, wenn sie durch die Tür kommen. Sie sind ihr eine willkommene Abwechslung zu den schlafenden/trinkenden/fiepsenden Welpen, und sie weiß, sie kann sich auf sie als Babysitter verlassen und sich beruhigt für ein paar Minuten ins Vorzimmer oder in den Keller zurückziehen.  Ansonsten genießt sie es, mit ihren Kindern der Mittelpunkt der Familie zu sein.

Tag 11, 3.10.

In den nächsten Tagen werden die Welpen langsam die Augen und Ohren öffnen, wobei die richtige Sehfähigkeit und das genaue Hören erst um den 17. / 18. Tag einsetzen. Um den 11. Tag stoßen bereits die ersten Milchzähnchen durch. Es stehen uns also spannende Zeiten bevor!  Wenn sie das wüsste, würde Akila sich sicher freuen, dass das Säugen noch nicht weh tut…

Tag 12, 4.10.

Wenn ich die Auflagen in der Wurfkiste wechsle, ist das Ausweichquartier der Welpen immer ein kleiner Hundekorb, in dem sie sich hineinkuscheln. Bis heute. Auf einmal hing ein unternehmungslustiges kleines Wesen mit dem Oberkörper über die Kante, schrie verzweifelt und ruderte mit den Vorderläufen. Der „Abgrund“ ist 5 cm hoch, aber wenn man nichts sieht, ist jede Bodenfreiheit furchterregend. Gut, für die Zukunft müssen wir eine andere Lösung finden. Eigentlich wollte ich heute die Abstandhalter in der Wurfkiste entfernen und ein paar Stoffbälle und weiche Rollen hineinlegen, aber sie liegen so gerne darunter, dass ich noch ein wenig damit warte (bis sie nicht mehr darunterpassen, zwei von ihnen wiegen schon 1 Kilo!).

Tag 13, 5.10.

Heute Morgen waren wir zum ersten Mal seit der Geburt mit Akilas Freundin Amber spazieren, und Akila war entspannt und lustig und machte keinerlei Anstalten, umdrehen zu wollen, um nach Hause zu laufen und alle Welpen durchzuzählen. Zu Hause ist sie allerdings die aufmerksamste, liebevollste Mutter, die sich ein Welpe wünschen kann.

Christian und Magnus waren heute fleißig und verlegten 20 m2 PVC-Boden in dem Teil des Wohnzimmers, das das Welpenspielzimmer wird. Wir würden jetzt keinen Preis vom „Schöner Wohnen“ gewinnen, dafür ist es praktisch und welpensicher! Noch wird es ein wenig dauern, bis die Welpen die Wurfkiste verlassen, aber heute gibt es zwei große Entwicklungsschritte zu berichten: die Mädchen machen schon richtige Geh-Versuche (die Buben sind da ein wenig gemächlicher unterwegs), und Aina hat schon die Augen aufgemacht! Die Augen sind noch etwas trüb, und die richtige Sehfähigkeit setzt erst in ein paar Tagen ein, aber die offenen Augen verändern ihr Aussehen schon!

Tag 14, 6.10.

Der zweite Welpe hat ein Auge auf die Welt gewagt – eh klar, ein Weibchen war’s, Arya. Offensichtlich war das, was sie „sehen“ konnte, nicht allzu verlockend, auf jeden Fall blieb das zweite Auge gut verschlossen. Dafür versuchen schon alle vier Welpis, die Beine zu strecken, sich hochzustemmen und richtig zu gehen, wenn sie wohin wollen – das schaut so süß aus! Nach ein paar Schritten taumeln sie oder lassen sich seitlich fallen, aber sie versuchen es immer wieder, bis sie vor Erschöpfung einfach einschlafen. Leider will es mir heute nicht und nicht gelingen, ein kurzes Video davon hochzuladen – ich werde morgen ein ernstes Wort mit meinem PC reden und es dann erneut probieren.

Spät am Abend hat Ailu bewiesen, dass er ab jetzt selber über seine Verdauung bestimmen möchte – er hat richtig „hündisch“ den Rücken gekrümmt und sich aus eigenen Kräften von seinem Abendessen verabschiedet. Ein weiterer Schritt auf dem Weg vom Maulwurfnilpferd zum Hund – und er wurde auch entsprechend ob seiner Taten gelobt!

Tag 15, 7.10.

Arya hat jetzt beide Augen geöffnet! Irgendwie erinnern mich die zwei blinzelnden Hundemädchen aus wie mich, wenn ich ohne Lesebrille lesen muss.  Die Buben lassen es gemütlich angehen und haben mit dem Sehen keine Eile. Aber alle vier Welpen bemühen sich, richtig zu gehen, und ich kann stundenlang neben der Wurfkiste und ihnen dabei begeistert zuschauen.  Sie werden von Tag zu Tag agiler, und wenn Akila in die Wurfkiste kommt, beginnt der Wettlauf an die Milchbar!

Tag 16, 8.10.

Man kann den Welpen förmlich beim Wachsen zuschauen, und sie entwickeln sich jetzt wirklich schnell. Heute haben auch beide Rüden die Augen aufgemacht, und alle vier werden beim Gehen immer sicherer, jetzt wuseln sie wirklich herum. Sie nehmen auch miteinander Kontakt auf, beknabbern und bekrabbeln einander – und fallen dabei plötzlich erschöpft um und schlafen sofort ein, teilweise in den merkwürdigsten Positionen. Ich bin so froh und dankbar, die Möglichkeit zu haben, sie dabei zu beobachten!

 

Tag 17, 9.10.

Ich beobachte täglich kleine Entwicklungsfortschritte, die wahrscheinlich nur mir auffallen – es verbringt hier ja auch sonst niemand so viel Zeit vor der Wurfkiste wie ich! Alle vier Welpen haben schon blaue Pigmentflecken auf der Zunge, was ja eigentlich kein Wunder ist – beide Eltern haben komplett blaue Zungen. Das Gewusel in der Wurfkiste wird immer lebhafter, und die Geräusche, die sie machen, werden auch immer hundeähnlicher, sie klingen jetzt nicht mehr unbedingt wie Meerschweinchen. Es können auch fast alle ihr Geschäft alleine verrichten – aber das Geputzwerden von der Mama ist doch sehr fein!

Tag 18, 10.10.

Wenn ich in der Früh zur Wurfkiste gehe, kommen mir mittlerweile die Welpen entgegen, sie reagieren eindeutig darauf, dass ich mich nähere, beknabbern meine Hände (dabei spüre ich bei zwei von ihnen schon Zahnspitzen) und meine Pulloverärmel und sind dabei so unglaublich süß – da schmilzt man ja wirklich dahin!

Ich weiß nicht, ob es als „Sitzstreik“ zu bezeichnen ist, aber Akila hat heute Vormittag beschlossen, im Sitzen zu säugen – und die Kleinen haben sich, flexibel wie sie sind, sofort damit abgefunden.

Tag 19, 11.10.

Heute habe ich den Welpen zum ersten Mal Welpenmilch gegeben. Zu behaupten, das sei ein durchschlagender Erfolg gewesen, wäre eine glatte Lüge. Damit das Trinken einfach geht, habe ich die Milch auf dem Deckel einer Keksdose serviert, und das Konsumieren der Milch wäre ja auch nicht das Problem gewesen, sondern die Konsistenz! So viel Flüssigkeit auf einem Fleck! Ein mutiger Welpe hat tatsächlich auch getrunken, die anderen haben nur gequietscht und gekeppelt, und ich habe eindeutig ein „igitt, so nass!“ gehört. Das sich am Ende mehr Milch im Fell als im Bauch befand, hat mich nicht überrascht. Aller Anfang ist schwer, wir werden einfach weiter üben. Und das Erlebnis war offensichtlich mindestens so ermattend wie das normale trinken bei der Mutter – nachher sind sie einfach umgefallen und haben eine halbe Ewigkeit geschlafen.

Tag 20, 12.10.

Die heutige „Milchverkostung“ verlief ruhig und gesittet, alle vier Welpen haben getrunken und lediglich ihre Pfoten darin gebadet. Sicher gut für die Haut! Morgen sind die Kleinen 3 Wochen alt, und es ist Zeit, ihnen langsam und schrittweise beizubringen, dass es außer Mamas Milchbar auch noch andere Nahrungsmöglichkeiten gibt. Das wird für alle Beteiligten noch spannend!

Wir haben heute die Absperrung der Wurfkiste aufgemacht, und im Laufe des Tages hat jeder Welpe hingeschaut, geschnuppert, geknabbert und hinausgeschaut, aber keine hat sich so richtig getraut. Gerade während ich dies schreibe, hat sich Ailu ein Herz gefasst und ist „in die weite Welt“ hinausgewandert, die anderen drei warten noch zu. Im Wohnzimmer ist auf jeden Fall alles vorbereitet, mit Welpenzäunen, „Kuschelinseln“, Zelt etc. Danke nochmal, Andrea!

Tag 21, 13.10.

Das  Milchtrinken aus der flachen Schale funktioniert mittlerweile sehr gut, nur mehr ein paar eingetunkten Pfoten, ansonsten schlecken die Kleinen die Milch zur Gänze auf. Die nächsten Tage werden wir also das Futter-Repertoire langsam erweitern.

Heute verließen alle Welpen wieder die Box, wobei die Rüden eindeutig die Unternehmungslustigeren sind, die Mädchen sind ein wenig zurückhaltender. Sie nehmen mit einander Kontakt auf, spielen und balgen, und heute hat einer von ihnen auch entdeckt, wie das Knurren geht – der Kleine war über das Geräusch genauso überrascht wie seine Mama, die sofort angerannt kam, weil sie offensichtlich dachte, es gäbe Schwierigkeiten. Sie nehmen aber auch mit uns Kontakt auf, wenn wir z.B. auf dem Boden liegen. Dann schnuppern sie herum, knabbern an Händen und Gewand, klettern über unsere Füsse und wundern sich offensichtlich über diese Riesenhindernisse. Diese Neugierde ist so entzückend! Und plötzlich kippen sie um, mitten im Spiel, und schlafen an Ort und Stelle ein. Am Abend kehren sie aber alle wieder in die Wurfkiste zurück – mehr oder weniger, zumindest. Ailu schiebt gerade Wache davor…

Tag 22, 14.10.

Unglaublich, dass so kleine Hunde so viel Flüssigkeit produzieren können! Ich komme mit dem Aufwischen kaum nach, und das Prinzip der Inkontinenzeinlagen, die ich als „Hundeklo“ dekorativ im Wohnzimmer verteilt habe, verstehen die Kleinen natürlich noch nicht wirklich. Also bin ich zurzeit Freund und Förderer der Küchenrollenproduzenten.

Die Welpen werden von Tag zu Tag mutige, mobiler und agiler, und auch ihre Geräusche werden immer Hundeähnlicher. Jetzt haben sie auch entdeckt, dass sie knurren können. Wenn sie das beim Balgen jedoch einsetzten, kommt sofort die Mama angerannt, frei nach dem Motto „Kinder, streitet euch nicht!“.

Tag 23, 15.10.

Auch wenn sich dieser Tage eigentlich nicht viel tut, passiert irgendwie doch eine Menge. Die Welpen lernen jeden Tag etwas neues, können jeden Tag etwas besser machen als gestern und trauen sich jeden Tag, mehr auszuprobieren. Ich verbringe viel Zeit damit, ihnen einfach zuzusehen – beim Spielen mit einander oder beim Neu-Entdecken ihrer Mama, die jetzt nicht nur Futterquelle ist, sondern auch als Klettergerät funktioniert. Und Akila lässt sich geduldig bekrabbeln und beknabbern. Mitten im Spiel plumpsen sie dann einfach um, schlafen ein und lassen sich durch nichts stören, auch nicht durch darüberkletternde Geschwister. Mein Großneffe, der heute zu Besuch war, fand das plötzliche Einschlafen etwas langweilig, aber ich habe ihm versprochen, dass es in ein paar Wochen mehr Action geben wird.

Tag 24, 16.10.

Nachdem die Welpen mit großer Begeisterung – und mittlerweile ohne eingetunkten Pfoten – die Welpenmilch trinken, habe ich ihnen heute Welpentrockenfutter in der warmen Welpenmilch eingeweicht und dann püriert, und das hat offensichtlich gemundet! Da wurde geschmatzt und geschlabbert, teilweise mit vollem Körpereinsatz, und danach sind sie umgefallen und haben stundenlang geschlafen!

Ich genieße es, ihnen beim Spielen und Herumbalgen zu beobachten, sie werden von Tag zu Tag geschickter. Manchmal knurren sie auch dabei, was Akila so gar nicht behagt, aber es genügt, dass sie hingeht, dann hören sie auch auf. Meistens. Heute war es nicht so, die kleinen Rabauken machten einfach weiter – bis die Mama einmal bellte. Da schauten alle vier richtig verdutzt – ich glaube, das war das erste Mal, dass sie in Anwesenheit der Welpen die Stimme erhoben hat.

Tag 25, 17.10.

Mit dem Fressen aus der Schüssel klappt es mittlerweile hervorragend, und morgen gibt es dann die erste Fleischmahlzeit. Nach wie vor ist aber Mamas Milchbar das Allerbeste! Ansonsten wird immer mehr gespielt, auch mit uns Zweibeinern – in den Augen der Kleinen sind Füße, Hände und Nasen wunderbare Spielsachen!

Tag 26, 18.10.

Heute Abend war Magnus mit ein paar Freunden da, einer davon ist ein super Fotograf, und ich hoffe, ich kann in den nächsten Tagen ein paar seiner Bilder hochladen. Alles lief ruhig und harmonisch ab, und die Welpen wurden liebevoll in den Schlaf gekuschelt. Daher beschloss ich, mit der für heute geplanten allerersten Fleischmahlzeit bis morgen zu warten. Schlafende Hunde soll man ja nicht wecken, im wahrsten Sinne des Wortes.

Tag 27, 19.10.

Ich mach’s mir heute einfach – hier sind ein paar „highlights of the day“.

Tag 28, 20.10.

Nachdem heute Sonntag ist, machten wir heute einen Familienausflug – in den Garten. Große Aufregung! Die Mutigsten wagten sich gleich in die Wiese, die Anderen blieben zuerst auf der Terrasse. Es hat ständig mindestens einer gefiepst/“gesungen“, aber es schien allen Spaß zu machen, etwas anderes zu erleben, und es war eine Freude, ihnen beim Herumlaufen zu beobachten! Wir werden das Aktivitätsangebot im eingezäunten Welpengarten sukzessive erweitern, zuerst müssen sie sich einmal mit der neuen Umgebung, allen Gerüchen und Geräuschen und mit den Elementen Erde, Gras, Steine etc. vertraut machen. Das Spannendste heute war die raschelnden Blätter, die sie am Boden fanden. Sie haben auch draußen kurze Nickerchen gemacht, gingen aber dann alle auf eigene Initiative wieder hinein, um richtig zu schlafen – man entspannt sich ja besser in gewohnter Umgebung.

Die Welpen haben auch ihre erste Fleischmahlzeit absolviert: Rindertatar vom lokalen Fleischhauer. Bis auf Ailu, der nicht bereit war, zu kosten – vielleicht ist er ja Vegetarier – war das ein Riesenerfolg!

Tag 29, 21.10.

Nachdem am Wochenende alle zukünftigen Welpefamilien zu Besuch waren – und das war schön, nett und auch aufregend – legen wir jetzt ein paar ganz ruhige Tage ein. Der heutige wurde zum Teil im Garten verbracht, perfekt unterstützt von Elina, die zum Babysitten kam, weil ich weg musste.

Tag 30, 22.10.

Die Gärtner, die letzte Woche hätten kommen sollen, kamen heute, was insofern unpraktisch war, als ich 2/3 des Welpenzauns wegräumen und nachher wieder hinstellen musste, und die kleinen Turbotiere einige Stunden nicht in den Garten hinausgehen konnten. Die drei Teile des Apfelbaumstamms, die die Gärtner ins Welpengehege legten, waren aber eine tolle Entschädigung. Und man kann es ja auch als „Geräusch-Desensibilisierung“ betrachten – keiner der Welpen hat sich vom Motorsägen-Duett im Garten, direkt vor der offenen Terrassentüre, stören lassen.

Die Welpen sind nicht nur Turbotiere, sondern auch Vampire, die ihre Mama aussaugen und dabei so fest gegen das Gesäuge treten, dass die hinteren Zitzen blau und geschwollen sind. Es ist keine Mastitis, aber auf Anraten der Tierärztin habe ich Topfen draufgeschmiert, und die Kühle schien Akila gut zu tun, sie blieb vollkommen still liegen und versuchte nicht einmal, das Geschmiere wieder abzuschlecken.  Das werden wir jetzt jeden Tag tun, wenn die Welpen schlafen und ich Akila bei mir liegen habe.

Zu Mittag gab es heute gekochtes Rinderfaschiertes, und das hat gemundet, auch Ailu, der sich somit als Doch-nicht-Vegetarier geoutet hat. Er mag einfach kein Beef Tatare. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, aber das werde ich ihm nicht sagen, er muss ja nicht so heikel werden wie seine Züchterin!

Tag 31, 23.10.

Noch einen schönen und gemütlichen Tag im Garten verbracht! Gegen Abend muss ich die protestierenden Turbotiere einsammeln, da sie eigentlich lieber draußen bleiben möchten. Möglicherweise passt die Abendtemperatur ja für Eurasier, aber nicht für das Züchterfrauerl, und alleine dürfen sie nicht bleiben, auch wenn sie noch so oft behaupten, schon SO selbständig und groß und pelzbekleidet zu sein. Drinnen wird dann höflicherweise eine Weile mit den Menschen gespielt, aber das ist offensichtlich auch zum Einschlafen… Wenn sie dann wieder aufwachen, lasse ich sie in den Garten, und sie wissen alle, was von ihnen erwartet wird, und erledigen auch brav alles, was zu erledigen ist. Und dann kommt wieder das Jammern, wenn es heißt „hinein mit euch, liebe Kinder!“.

Ailu hat entdeckt, dass abends, wenn es draußen dunkel ist und drinnen das Licht brennt, immer ein Hund in der Terrassentüre zu sehen ist. Jetzt leidet er, weil sie nicht zusammenkommen können – er würde so gerne mit dem unbekannten Freund spielen! 😉

Tag 32, 24.10.

Von Tag zu Tag spielen die kleinen Turbotiere immer mehr mit einander , statt nur zu balgen oder an den Ohren der Anderen zu knabbern. Vor allem im Garten düsen sie schon eifrig herum, bis sie plötzlich müde werden, und dann gehen sie in der Regel hinein. Meistens. Heute schliefen alle vier vor der offenen Terrassentür ein. Daneben die große, kuschelige Decke, aber nein, die Kleinen lagen auf dem harten Terrassenboden. Tja, Eurasier eben….

Am Abend kamen Manuela und Andrea, Avalons Familie, zu Besuch. Die Welpen haben sich sehr über die vielen Kuscheleinheiten gefreut, und über die Möglichkeit, neue Nasen und Finger zu beknabbern.  

Tag 33, 25.10.

Magnus kam heute zum Babysitten, damit ich einiges erledigen konnte, und am Abend hatten Christian und ich Ausgang; wir gingen ins Kino und dann essen. Es ist also sehr spät geworden, daher wird der Eintrag entsprechend kurz. Jetzt drehen die Turbotiere so richtig auf, in ein paar Minuten werden sie aber umfallen und schlafen – genau wie wir.

Tag 34, 26.10.

Hinter unserem Garten befinden sich kilometerweit Felder und Feldwege, und am Nationalfeiertag gehen viele Leute dort den „Fitnessmarsch“. Die Turbotiere fanden es unfair, dass alle andere einen Ausflug machen dürfen, nur sie nicht. Daher haben wir sozusagen als Trostprogramm eine Spritztour mit dem Auto durch die Siedlung gemacht. Die vier Kleinen in Akilas alten Transportbox auf der Rückbank, am Boden daneben sitzend die entspannte Mama (die Gott sei Dank gerne Auto fährt!) und neben der Box ich, die eigentlich nur als Dekor mitfuhr, weil die Welpen mich gar nicht gebraucht haben. Aufregend war es trotzdem, und als wir knappe 10 Minuten später nach Hause kamen, machten sie nur einen kurzen Boxenstopp im Garten und fielen dann in den Tiefschlaf.

Am Nachmittag und Abend hatten wir dann Besuch von Magnus, Patrick und Doris & Alex, und Akila und die Welpen genossen wieder die vielen Streicheleinheiten.

Tag 35, 27.10

Heute kamen zwei der zukünftigen Welpenfamilien, Vicky & Julian und Ursula & Tomas, auf Besuch, und es wurde ein sehr netter und unterhaltsamer Nachmittag. Die anfangs etwas verschlafenen Welpen drehten dann richtig auf, bis sie, wie erwartet, irgendwann einfach umfielen. Danke an allen 4 für den netten Besuch und danke, Julian, für die tollen Fotos und Videos! Der restliche Abend verlief derart ruhig – offensichtlich ist das Herumtoben vor Publikum ermattender als wenn immer nur dasselbe alte Züchterpärchen zuschaut. 😊

Tag 36, 28.10.

Heute Morgen hat es geregnet, die mutigen Turbotiere sind aber trotzdem kurz nach 5 in den Garten hinausgelaufen, um ihre Morgentoilette zu erledigen. Sie hatten es so eilig, dass ihnen die nasse Terrasse nicht wirklich auffiel, und ich war sehr stolz auf meine tapferen Eurasier. Der Rückweg war dann doch nicht so einfach, weil einige alles taten, um die ekelhaft nassen Terrassenbretter zu umgehen. Schwierig, wenn die Terrassentüre die einzige Möglichkeit ist, wieder ins Haus zu kommen. Und dann noch das schreckliche Pfoten-Abtrocknen, ehe man hinein und den ohnehin eifrig bepinkelten PVC-Boden betreten darf! Da fragt man sich als Welpe schon, wozu.

Am Vormittag kam Ailu-Aramis‘ Familie auf Besuch – und die Welpen haben fast nur geschlafen! Die tiefenentspannten, träumenden Welpen sind natürlich ein schöner Anblick, aber wenn man einmal in der Woche kommt, und, wie Yvonnes Kinder, extra einen Herbstferientag dafür „opfert“, möchte man natürlich auch gerne den zukünftigen eigenen Welpen streicheln, mit ihm spielen und ihn ein wenig kennenlernen. Ich werde das noch einmal in Ruhe mit den kleinen Turbos besprechen…

Tag 37, 29.10.

Wenn wir im Garten sind und mir kalt wird, und ich den Kleinen mitteile, dass wir hineingehen, schauen sie durch mich hindurch und tun so, als würde sie mich überhaupt nicht verstehen. Und möglicherweise tun sie das auch nicht… Die Begeisterung, mit der sie ungeachtet der Temperaturen im Garten herumdüsen, ist beeindruckend und ansteckend, aber nicht sonderlich verwunderlich, es sind ja Eurasier, also hole ich mir entweder ein extra Schal und bleibe auch, oder ich gehe hinein, lasse die Terrassentüre offen und schaue immer wieder hinaus. Dann schauen sie unschuldig zurück, und ich kann förmlich hören, dass sie „was ist denn?“ denken.

Endlich haben alle vier begriffen, dass man das Wasser in der großen Ton-Untertasse auf der Terrasse ja tatsächlich trinken kann, nicht nur die Pfoten hineinstecken und indigniert schauen, weil die Pfote nass wird. Man kann ihnen wirklich beim Wachsen zuschauen, sowohl körperlich auch als geistig. Akila ist geduldig immer in der Nähe, schlichtet Streit, putzt, beobachtet, spielt und füttert, und ich finde, sie macht es großartig. Sie bekommt auch viel Lob dafür, sowohl von uns als auch von allen Besuchern, was ihr sichtlich gut tut.

Tag 38, 30.10.

Gestern Abend schaltete ich zum ersten Mal seit langem die Alarmanlage ein. In der letzten Zeit haben wir das nicht getan, weil die säugende Akila so viel trinkt, dass sie auch ab und zu in der Nacht hinaus muss, und dann ist es umständlich, ständig ein- und auszuschalten. Zudem piepst die Zentrale recht laut, wenn man sie einschaltet, und ich wollte damit warten, bis die Welpen etwas älter und „geräuschresistenter“ sind. Gestern beschloss ich, dass sie resistent genug sind. Außerdem ist Christian, der uns sonst gegen Einbrecher und anderes Übel verteidigen würde, verreist. Also Alarm. Die Welpen haben beim Piepsen und der Ansage aus der Zentrale nicht einmal reagiert. Heute Morgen kam ich wie immer hinunter, freute mich über die begeisterte Begrüßung der Kleinen, und hatte es deshalb eilig, die Terrassentüre zu öffnen, damit sich ihre Begeisterung im Garten und nicht auf ihren vielen Kuscheldecken entlädt – und dann ging der Alarm los. Für alle Nicht-Kenner unserer Alarmanlage: sie ist wirklich wahnsinnig laut. Es war 5.30 in der Früh, alle Nachbarn waren munter, ich hechtete durch das Wohnzimmer Richtung Vorzimmer und stolperte über die mittlerweile erhöhte Absperrung in der Tür, und die Welpen schauten kurz und gingen gelassen in den Garten pinkeln. Für die zukünftigen Besitzer: eure Welpen sind alarmerprobt!

Der restliche Tag verlief ruhiger, aber ich beschloss, den morgigen „Hörtest“ als Anlass für weitere Geräuschtrainings zu nehmen. Die Kleinen halfen mir beim Kochen und hatten viel Spaß an den ganzen Topfdeckeln, die ich auf den Küchenboden legte, und dann blies ich ein Luftballon auf und ließ die Luft langsam entweichen. Akila wollte den Luftballon zerbeißen, beim dritten Mal Ballonquietschen legten sich die Kleinen schlafen. Später spielte ich Klavier, und sie brachen über Bachs Präludium nicht unbedingt in Jubel aus (was aber eher an die Darbietung als an Bach liegen dürfte), sondern nahmen stoisch zur Kenntnis, dass das Züchterfrauchen heute einfach einen lauten Tag hatte.

Am Abend kamen Elina und Thomas, und für die Kleinen gab es keinen weiteren Geräuschunterricht, nur viele Streicheleinheiten.

Tag 39, 31.10.

Die kleinen Wildtiere haben ihre ersten Kausticks – aus Kuheuter – bekommen, und das war ein Riesenerfolg! Kuheuter hat ein hohes Kalziumgehalt und ist gut für das Wachstum, aber eben weil so viel Kalzium enthalten ist, hat jeder Welpe nur ein halbes Stangerl bekommen. Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten – Akino hat versucht, darüber zu stülpen, jeder wollte irgendwie lieber das Stangerl des Geschwisters etc. – haben sich alle verhalten, als hätten sie schon immer so etwas zähes, hartes gekaut. Nach kurzer Zeit waren zwei Stangerln weg (SO schnell schaffen die das nicht, ich muss ein ernstes Wort mit Akila reden! Sie hat auch eines bekommen, das war allerdings in 45 Sekunden weg…), und auch wenn die Welpen natürlich die schönsten und intelligentesten Eurasierwelpen der Welt sind, interpretiere ich wahrscheinlich zu viel Sozialkompetenz hinein, wenn ich behaupte, dass sie das Problem mit den fehlenden Stangerln bewusst gelöst haben… Sie haben auf jeden Fall brüderlich bzw. schwesterlich geteilt – ein Welpe an jedes Ende eines Sticks, wie in der Solettiwerbung.

Tag 40, 1.11.

Es war zwar ein sehr windiger Tag heute, die kleinen Turbotiere ließen sich aber davon nicht abhalten, sie wollten immer wieder in den Garten spielen und toben gehen. Meine fleißigen Helferlein und ich haben versucht, Laub zu rechen, gaben aber recht bald auf, und die Helferlein widmeten sich sinnvolleren Dingen, wie Raufen, durch-den-Tunnel-laufen und den Terrassenbesen zerlegen. Drinnen „halfen“ sie mir dann beim Staubsaugen.

Tag 41, 2.11.

Am Vormittag kamen drei junge Männer auf Besuch, und sowohl bei den Besuchern als auch bei den Besuchten war die Begeisterung groß. Es war interessant zu beobachten, mit welcher Ungezwungenheit die Welpen die Jungen bekletterten, beschnupperten und beknabberten, und wie vorsichtig und umsichtig die Jungs mit den kleinen Rabauken umgingen.

Am Nachmittag kam Arya-Kiaras Familie – danke für den netten Besuch, Yvonne und Michi!

Tag 42, 3.11.

Wieder einmal geht ein besuchsreicher Tag zu Ende. Und weil dieser sehr früh anfing und sehr spät aufhört, gibt es heute nur kommentarlos ein paar Fotos. Danke für euren Besuch, Yvonne & Kimberly und Vicky & Julian!

Tag 43, 4.11.

Am Vormittag machten wir einen Auto-Ausflug, und wie letzte Woche verlief alles ruhig. Zumindest größtenteils. Am Rückweg vermerkte Akino, der geschlossene Türen offensichtlich als eine Einschränkung seiner persönlichen Freiheit (womit er ja nicht ganz Unrecht hat), und auch immer wieder versucht, sich durch die Glasscheibe der Terrassentüre durchzubeißen, um hinauszukommen, lautstark, dass er die zugezippte Türe der Transportbox als große Frechheit empfand. Er wurde aber ganz still, als ich mit ihm sprach, also redete ich am Heimweg pausenlos (kann ich gut!), und zu Hause konnte ein entspannter Akino die Box wieder verlassen.

Ich habe Brustgeschirre für die Welpen gekauft, und heute hatten wir Zeit, diese in aller Ruhe zu probieren. Keine allzu große Überraschung: die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Es wurde versucht, sie wegzukratzen oder als Zerrspielzeug zu verwenden, aber als das erste nicht half und ich das zweite nicht zuließ, fanden sie sich mit ihrem Schicksal ab und ließen sich beim Spielen und Toben im Garten nicht besonders davon stören.

Ursulas Besuch am Nachmittag empfanden die Turbotiere dann als eine sehr nette Entschädigung für die „Brustgeschirr-Testphase“!

Tag 44, 5.11.

Meine kleinen Bären sind absolut wasserfest, und strömen ungeachtet der Wetterlage ohne zu zögern in den Garten hinaus, um ihr Morgen-, Vormittags-, Mittags-, Zwischendurch- etc. etc. -Geschäft zu erledigen. Aber das Wetter am Vormittag lud nicht wirklich zum Verweilen ein, daher gab es ein Indoor-Programm in Form von „Küchendienst“, wo ich mixte, knetete, rührte, klapperte und rumorte, was das Zeug hielt. Dabei war Akila eine großartige Hilfe, weil sie immer von all diesen Geräuschen vollkommen unbeeindruckt bleibt (an dieser Stelle ein großes Dankeschön an ihre Züchterin Renate, die mit ihrer Familie den A-Wurf von der Wienerwald-Ranch wirklich perfekt auf das Leben außerhalb der Zuchtstätte vorbereitet hat!), und somit ihren Kindern zeigten, dass alles ungefährlich ist. Allerdings zeigte sie ihnen auch, wie sie mir immer wieder dabei „hilft“, den Boden sauber zu halten und alle Brösel, Obststückchen, Körner usw. in Windeseile entfernt.

Am Nachmittag hörte es auf zu regnen, und die Turbotiere konnten endlich draußen so richtig Gas geben. Als sie vor Erschöpfung umfielen und ich sie ins Haus hineintragen, davor aber noch kurz abtrocknen wollte, gab es lautstarken Widerstand gegen das Pfoten Abtrocknen. Der nächste Programmpunkt, also, der geübt werden sollte. 😊

Tag 45, 6.11.

Weil wir die letzten Tage viel Besuch hatten, beschlossen wir einstimmig (meine Stimme), heute einen Ruhetag einzulegen (und missversteh mich richtig, wie man in Norwegen sagt, wir freuen uns über Besuch! Akila, weil es tagsüber nur mit mir fad wird, die Welpen, weil sie das „mei, sind die SÜSS!“ nicht oft genug hören können, und ich, weil ich mich über die Gesellschaft freue). Als Entschädigung für den gestrigen Regentag schien die Sonne heute vom wolkenfreien Himmel, und die kleinen Turbotiere genossen wieder das Toben im Garten. Sie haben viel Freude mit der tollen Ausstattung von ihren Halbgeschwistern, aber am allermeisten Spaß macht ihnen das trockene Laub. Und mit dem Ahorn und dem alten Weinstock direkt im Welpengehege gibt es mehr als genug davon. Trotzdem ist es interessant zu beobachten, wie jeder von ihnen immer wieder genau DAS Blatt haben will, das gerade eines der Geschwister gefunden hat (meistens aus meinem soeben zusammengerechten Haufen, der dabei wieder großzügig verteilt wird).

Aus Brustgeschirr-übungstechnischen Gründen herrscht bei den Mahlzeiten manchmal einen Dresscode. Ich gebe den Welpen vor dem Fressen die Brustgeschirre auf und nehme sie nachher wieder ab, so verbinden sie dieses „unangenehme Utensil“, wie es im Buch steht, mit etwas Positivem.

Tag 46, 7.11.

Heute gingen die Turbotiere zum ersten Mal spazieren! Die letzten Tage haben sie das Sich bewegen mit Leine geübt, in dem ich ein Stück Wäscheleine an den Brustgeschirren befestigte, damit sie sich daran gewöhnen sollten, dass etwas am Geschirr hängt/nachschleppt. Mit Ulrikes Unterstützung wanderten wir zu Mittag der Flurstraße entlang und legten ganze 75 Meter zurück, ehe wir umdrehen mussten, weil ein paar Welpen drohten, in den Sitzstreik zu treten. Am Rückweg kamen uns die Nachbar-Rottweiler entgegen, und auch wenn die erste Begegnung der Welpen mit einem anderen Hund anders und erst für Samstag geplant war, hätten wir es nicht besser treffen können. Akila liebt die zwei Riesenhunde, und außer hinter ihrem Zaun, wo sie „im Dienst“ sind, sind die beiden die Ruhe in Person (oder wie auch immer man das bei Tieren ausdrückt). Interessant war, dass die Mädchen sowohl beim Gehen als auch in der Begegnung mit Luna und Pepito entspannter als die zwei Jungherren waren, die sich am Anfang des Spaziergangs ein wenig sträubten und sich auch bei den fremden Hunden eher zurückhielten. Aber für alle vier Welpen war es heute ein aufregendes Erlebnis, und nach dem darauffolgenden Mittagessen (sie behaupteten lautstark, am Verhungern zu sein!) fielen sie -plopp, plopp – alle erschöpft um.

Tag 47, 8.11.

Als Akila im September 2015 zu uns kam, kam ein paar Tage später Gerli mit Luna als erster „Besucherhund“ vorbei, und die damals 8-jährige Hündin spielte entzückend mit der kleinen Akila. Heute, vier Jahre später, spielte Luna entzückend mit Akilas Welpen, und vor allem Akino war von der agilen älteren Dame sehr angetan. Akila war im Großen und Ganzen recht entspannt, ein paar Mal hatte sie aber das Bedürfnis zu betonen, dass es IHRE Welpen sind.

Später kamen Magnus, Elina und Steffi vorbei zum Welpen streicheln, was sie so gründlich taten, dass diese wieder einschliefen.

Tag 48, 9.11.

Wer ein Herbstwurf plant, darf sich über das Herbstwetter nicht beschweren – nass und kalt ist ja keine große Überraschung zu dieser Jahreszeit. Dann muss man eben manchmal mehr Indoor-Aktivitäten anbieten, und während Akila draußen war (unter dem Vordach bleibt sie trocken und kann gleichzeitig die Straße beobachten), spielte ich den Welpen die Feuerwerk-CD vor. Das muss ohne Akila geschehen, weil sie Feuerwerk nicht mag und die Welpen sich ja an die Mutter orientieren. Und während ich mit den Kleinen spielten, wurde im Hintergrund eifrig „feuergewerkt“, ohne dass die Welpen mit den Wimpern – oder Ohren – zuckten.

Dann kamen Manuela und Andrea um Avalons Kinder zu besuchen, und brachten ihnen1 kg Gouda mit. Das Leckerli-Vorrat ist jetzt für lange Zeit gesichert! Die zwei taten auch, was sie konnten, um den Vorrat zu dezimieren, und trainierten das „Sitz“ mit Hilfe von vielen Mini-Käsewürfeln. Akila nahm auch eifrig an die Séance teil, futtermotiviert wie sie ist…

Caroline und ihr „Jungvolk“ kamen am Nachmittag vorbei, mit einer Tasche voller Leckereien für die alten Damen (Akila und mich) und Spielsachen für die Welpen, die logischerweise den restlichen Abend alle alten Spielsachen ignorierten und mit den neuen Sachen großen Spaß hatten.

Als krönender Abschlus gab es eine abendliche Kuschelrunde mit Magnus und Patrick, die, nachdem sie Patrick und sein Hab und Gut in seine neue Wohnung übersiedelt hatten, eindeutig müder waren, als die kleinen Turbotiere!

Tag 49, 10.11.

Heute war ein sportlicher Tag! Als Vicky und Julian kamen, gingen wir mit den Welpen spazieren, diesmal der Flurstraße entlang in der anderen Richtung, und hinauf auf den Hochwasserschutzdamm, damit wir den Kleinen die weite Welt in Form von Feldern und Windschutzgürteln zeigen konnten. Die waren zwar nicht sonderlich beeindruckt, aber wir waren nachher alle mächtig stolz auf unsere 15-minütige (inkl. Brustgeschirr anziehen) Sonntagswanderung. 😉

Und weil wir alle so sportlich sind, gingen wir einige Stunden später, als Yvonne und Kimberly auf Besuch kamen, dann noch einmal spazieren, und zwar im Himberger Wäldchen. Das erste Mal im Wald war richtig spannend für die Welpen, und als wir alle wieder glücklich in die Transportbox im Auto verstaut hatten, sagte Yvonne „jetzt verstehe ich, warum du sie Turbotiere nennst!“. Aber auch Turbotiere werden irgendwann müde, und der Sonntagabend verlief sehr ruhig.

Tag 50, 11.11.

Das Begrüßungsritual der kleinen Bären ist zum Dahinschmelzen. Sie sind so verschmust, und klettern von allen Seiten auf uns herum, krabbeln drüber und drunter, überschlagen sich vor lauter Kuscheleifer und sind unglaublich herzig. Dann bräuchte man mindestens vier Hände, aber wir streicheln alle Welpen gleichzeitig so gut es geht und genießen den Moment – allzu lang dauert er nämlich nicht, dann fangen sie an, mit einander zu balgen, schnappen sich ein Spielzeug oder müssen noch einmal dringend hinaus.

Manchmal spielt Akila mit ihren Kindern, und das ist richtig schön zum Ansehen. Sonst ist sie eher die Art Mama, die alles überwacht, wenn die Kleinen herumtoben, und eingreift, wenn es zu heftig wird oder sie der Meinung ist, es würde Gefahr drohen (z.B. wenn der Erzfeind-Rüde auf der Straße vorbeispaziert), aber ab und zu wird sie richtig lustig und spielt mit, rennt den Welpen nach und fängt sie vorsichtig ein.

Tag 51, 12.11.

In der Früh hat es nur leicht genieselt, und die kleinen Turbotiere und ich nutzten die Gelegenheit, um im Garten ein wenig zu rechen beziehungsweise Laub zu verbreiten. Als der Regen kräftiger wurde, beschlossen wir, einen Faulenzertag einzulegen. Zwischen den Schlaf- und Futtereinheiten waren wir schon noch ein wenig aktiv, holten wieder den Staubsauger heraus und spielten wieder „Doktorspiele“, allerdings in aller Anständigkeit: auf den Tisch heben, Ohren betasten, Lefzen heben, Zähne kontrollieren und Pfoten anschauen – alles Dinge, die die Welpen immer wieder beim Tierarzt erleben werden. Als am Nachmittag Doris auf Besuch kam, traten die kleinen Polarbären den Beweis ihrer Wetterfestigkeit an und gingen fröhlich mit uns spazieren, trabten mutig durch die Pfützen und nahmen interessiert alles, was auf der Straße so herumlag, begeistert in den Mund, sofern wir nicht schneller waren. Mit dem Entfernen, natürlich, nicht mit dem In-den-Mund-stecken. Wieder zu Hause waren sie zu müde, um wirklich zu fressen, aber noch immer aufgelegt genug, um ein wenig herumzualbern, ehe sie wie immer einfach der Reihe nach umfielen.

Tag 52, 13.11.

Heue kam Akilas Züchterin Renate mit ihrer Tochter Lena auf Besuch, und das wurde ein sehr nettes Wiedersehen. Renates „Enkelhunde“ freuten sich auch über den Besuch und belagerten, bekletterten und beknabberten die zwei bei jeder Gelegenheit. Akila genoss die Aufmerksamkeit und das Lob und erhielt beides in großen Mengen. Später kamen Ursula und ihre Nachbarin, um Anouk zu besuchen, und sie wurden gleich dazu verdonnert, mit uns im Regen spazieren zu gehen. Zu Hause wartete dann eine Cottage Cheese-Jause und ein Nachmittagsschläfchen als Belohnung. Auf die Turbotiere, selbstverständlich.  

Tag 53, 14.11.

Nach zwei verregneten Tagen genossen es die kleinen Turbotiere, wieder durch den Garten zu rasen. Als Ulrike auf ihren mittlerweile fixen Donnerstagsbesuch kam, brachte sie Amber mit. Akila und ihre Kinder freuten sich darüber, Amber allerdings zog es vor, in der Einfahrt zu bleiben, auf sicheren Abstand von den kleinen Kreaturen, die ihr eindeutig nicht geheuer waren.

Damit die Raubtiere einmal Fleisch so richtig reißen lernen, kaufte ich heute beim Fleischhauer in Himberg Rinderfilet. Laut dem Fleischhauer sei es das Beste, damit anzufangen, weil es so zart ist, dass auch kleine Welpen es problemlos reißen und kauen können. Und wo er recht hat, hat er Recht, der Fleischhauer – so schnell habe ich kaum schauen können, war das Fleisch auch schon verschwunden! Zum Teil deshalb, weil Akila dachte, die vier Scheiben, die ich aufgeschnitten und zum Temperieren in der Küche gelegt hatte, seien zur freien Entnahme, und zum Teil weil es offensichtlich wirklich sehr leicht zum kauen ging. Akila, die früher Essen auf der Arbeitsfläche in der Küche nicht angerührt hat, ist seit der Trächtigkeit und Säugezeit permanent hungrig und meint scheinbar, das berechtige zur Futterdiebstahl. Und irgendwie kann ich es ihr kaum verübeln, nachdem ich vor einigen Tagen festgestellt habe, dass sie ihr Frühstück hochwürgt und ihren Kindern anbietet. Sie ist wirklich eine tolle Mama, sie säugt zwar nicht mehr so oft, aber doch noch ein paar Mal am Tag, obwohl die süßen Kleinen ziemlich brutal sein können, und sie opfert ihr Frühstück. Kein Wunder, dass die Welpen so gut wachsen und gedeihen, wenn sie still und heimlich Mamas Frühstück bekommen! Aber wenn sie alle weg sind, werden wir das mit der Selbstbedienung noch in aller Ruhe besprechen. 😉

Am Abend hatten wir full house – Elina, Thomas, Matthias und Hannah kamen, um die kleinen Wollknäuel zu besuchen.

Tag 54, 15.11.

Heute wurden die Welpen geimpft und gechippt, und das verlief größtenteils recht ruhig. Sie jubelten zwar nicht gerade, als ihnen der Chip implantiert wurde, aber der Schmerz und die Aufregung waren rasch vorbei. Und von der Tierärztin bekamen sie viel Lob, weil sie die Untersuchungen so gelassen über sich ergehen ließen. Unsere „Doktorspiele“ auf dem Küchentisch haben offensichtlich gefruchtet. Nach dem Arztbesuch wurde allerdings eine sehr lange Schlafpause eingelegt, es war ja doch ein ungewohntes und aufregendes Erlebnis. Der Nachmittag wurde deshalb auch in aller Ruhe (sofern man das Spiele und Toben 8 Wochen alter Welpen als „in aller Ruhe“ bezeichnen kann…) im Haus und im Garten verbracht.

Am Abend kam wieder ein „Bewunderungsbesuch“, bei dem sich auch die Kleinen sehr wohl fühlten.

Tag 55, 16.11.

Heute Vormittag gab es ein Fotoshooting am Hundeplatz, und Akila und die Turbotiere durften auch mitmachen. (Die Fotos kommen in ein paar Wochen). Die kleinen Wollknäuel sind natürlich recht fotogen, und sie waren auch sehr kooperativ. Dazwischen düsten sie im Garten herum bzw. wurden sie bestens betreut von den jungen Mädchen dort, und die Begeisterung war offensichtlich gegenseitig. Es war ein sehr nettes, entspanntes und lustiges Erlebnis – vielen Dank an Kathi für’s Organisieren!

Am Nachmittag kam Kiaras zukünftige Familie auf Besuch, und sie, wie die anderen Welpenbesitzer auch, durften/mussten einen kurzen Spaziergang mit den Welpen machen. Mittlerweile sind die Kleinen recht erfahrene Spazierengeher, und zu fünft mit fünf Hunden zu gehen, ist natürlich auch einfacher als wenn man zwei, drei „Spazieranfänger“ koordinieren muss!